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Lagotto Romagnolo
Wasserhund der Romagna
Lagotto Romagnolo
Der Lagotto Romagnolo verzaubert mit seinem freundlichen, aufgeweckten Wesen und freut sich über einen sportlichen Halter, der viel gemeinsam mit ihm unternimmt. Seine ganz besondere Fähigkeit, zuverlässig Trüffel aufzuspüren, ist dank gezielter züchterischer Selektion tatsächlich einzig und alleine auf die kostbare Feinschmecker-Knolle konzentriert.
Persönlichkeit
Insgesamt präsentiert sich der Lagotto Romagnolo als menschenbezogener Hund, der mit seiner Liebenswürdigkeit und seinem aufgeweckten Wesen begeistert. Seine Begeisterungsfähigkeit und der hohe Energielevel sind die optimale Grundlage für ein harmonisches und sportliches Miteinander.
Vorlieben, Erziehung und Pflege
Wer mit einem Lagotto lebt, führt somit nicht nur eine exklusive und traditionelle Rasse an der Leine – er kommt auch in den Genuss eines überaus angenehmen Wesens, das den lockigen Italiener zu einem tollen Freizeitpartner und einfallsreichen Familienmitglied macht. Die üppige Lockenpracht sieht nicht nur schön aus, sie muss natürlich auch regelmäßig gepflegt werden. Beim Lagotto Romagnolo, der übrigens nicht haart, bezieht sich dies allerdings nicht auf herkömmliches Kämmen und Bürsten. Im Gegenteil: Beides ist für sein charakteristisches Lockenfell sogar eher schädlich als nützlich. Dafür sollte das Fell des freundlichen Geschöpfs aber zweimal pro Jahr – am besten zu Beginn und gegen Ende des Sommers – auf eine Länge von nur drei Millimetern geschoren oder geschnitten werden. Sind in der Zwischenzeit störende Fellentwicklungen zu beobachten, stutzt man diese einfach mit einer Schere.
Aussehen
Ein typvoller Lagotto Romagnolo ist ein mittelgroßer, wohl proportionierter Hund, der kräftig und rustikal wirkt. Was wäre ein Lagotto Romagnolo ohne sein üppiges Kraushaar, das ihn vor sengender Hitze und kaltem Wasser schützt? Das dicht gelockte, wollige Haarkleid verfügt über eine ausgeprägte Unterwolle und verleiht dem gut gelaunten Tausendsassa ein robustes, ja etwas rustikales Aussehen. Idealerweise sind die hübschen Locken, außer im Bereich des Kopfes, am ganzen Körper möglichst gleichmäßig verteilt. Am Kopf selbst muss das Haar nicht ganz so straff gerollt sein, darf dafür aber dichte Augenbrauen und einen großzügigen Oberlippen- und Kinnbart bilden. Auch die Backen sind überaus dicht behaart.
Herkunft
Obwohl der Lagotto Romagnolo viele Qualitäten eines idealen Begleiters mit erstklassiger Familientauglichkeit vereint, ist die fröhliche Rasse, die übrigens erst im März 1995 von der Féderation Cynologique Internationale (FCI) anerkannt wurde, in Deutschland nach wie vor verhältnismäßig unbekannt. Auf großen Hundeausstellungen ist meistens eine eher überschaubare Anzahl gemeldet.
Dabei hatte die Menschheit doch wirklich ausreichend Zeit, sich mit dem wohl proportionierten Lockenschopf ausgiebig vertraut zu machen. Lagotti sollen angeblich zu den ältesten bekannten Wasserhunderassen überhaupt zählen und sind vermutlich ein direkter Nachfahre des ursprünglichen Barbets. In den Lagunen von Comacchio und den Sumpfgebieten rund um Ravenna lässt sich seine Existenz sogar nachweislich bis ins 16. Jahrhundert hinein zurückverfolgen.
Aktuelle Würfe
Hier werden Würfe der aktuellen Rasse sowie der dazugehörigen FCI Gruppe angezeigt.